Kooperation Polizei, Jugendamt und Schule | PJS

Ein zentrales Ziel für die drei Institutionen Polizei, Jugendhilfe und Schule, die sich grundlegend um das Wohl, die Bildung und den Schutz der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Nürnberg kümmern, sollte es sein, eine möglichst optimale, dauerhafte, personenunabhängige und von gegenseitigem Vertrauen getragene Kooperations- und Kommunikationsstruktur zu schaffen und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
Eine Vielzahl von Personen mit ganz unterschiedlichen Arbeitsgrundlagen- und Handlungsansätzen, nämlich

  • ASD (130 Sozialpädagogen/innen)
  • Polizei (1100 Beamte/-innen der Schutzpolizei und 350 Beamte/-innen der Kripo)
  • Schule (ca. 2000 Lehrer/-innen der Grund- und Mittelschulen)

kümmern sich um eine gemeinsame Zielgruppe, d.h. Kinder und Jugendliche,

  • die Gewalt ausüben,
  • die Opfer von Gewalt sind,
  • die strafbare Handlungen begehen,
  • die verwahrlosen und vernachlässigt werden,
  • die misshandelt werden,
  • die sexuell missbraucht werden,
  • die die Schule schwänzen,
  • mit massiven Verhaltensstörungen (KJHG § 35a)

Um das Ziel einer besseren Kooperation zu erreichen, hat sich PJS folgendes zur Aufgabe gemacht:

  1. Vermittlung von Wissen durch Informationsveranstaltungen und gemeinsame Fortbildungen (Inhalte: Gesetzlicher Auftrag, Arbeitsprinzipien, Arbeitsmethoden, Organisationsform, Erreichbarkeit)
     
  2. Kooperationsstrukturen dauerhaft verankern, durch:
  • Regelmäßige Treffen auf Leitungsebene (Jour Fixe)
  • Einsetzung von Kooperationsbeauftragten
  • Benennung von Kontaktpersonen
  1. Verfahrensabsprachen, wie z.B.:
  • Kontaktaufnahme und Rückmeldeverfahren
  • Vorgehen und Zusammenarbeit bei schulischen Ordnungsmaßnahmen
  • Schulschwänzer-Programm

Nutzen der Kooperation:

  • Abbau von Vorurteilen, Fehleinschätzungen und unrealistischen Erwartungen
  • Erhöhung der Kommunikationsdichte und Verbesserung des Kommunikationsflusses
  • Aufgabenerfüllung effektiver und von hoher Qualität
  • Leichterer Zugang und schnelleres Bereitstellen von Hilfsangeboten (Interventionen)
  • Entlastung (Objektivierung) im beruflichen Alltag

Grundsatz des PJS-Teams:
Kooperation darf kein Selbstzweck sein, sondern muss für alle Beteiligten spürbare Vorteile und Entlastung bringen!

Koordination von PJS
Die Koordinatoren, Herr Schubert (Polizei), Frau Nausner (Jugendamt) und Herr Noller (Schule) sind von den jeweiligen Dienststellenleitungen beauftragt, die Fülle der Aufgaben, die für eine gelingende Kooperation notwendig und zielführend sind, wahrzunehmen.
Zu diesen Aufgaben gehören:

  • Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungen für Kontaktlehrkräfte der Nürnberger Schulen
  • Vorbereitung und Moderation der regelmäßig stattfindenden Jour-Fixes (Treffen auf Leitungsebene)
  • Fortbildungen für Dienstanfänger bei der Polizei
  • Vorträge (Darstellung der Kooperation PJS) und fachlicher Austausch bei Tagungen
  • Erstellung und Aktualisierung von Konzepten zum Umgang mit Schulschwänzern, bei Ordnungsmaßnahmen der Schule (Ausschluss vom Unterricht), stark verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern, usw.
  • Konzeption und regelmäßige kritische Überprüfung von Verfahrensabsprachen bei Kooperationsmaßnahmen
  • Erstellung und Aktualisierungen von Listen der jeweiligen Kooperationsbeauftragten
  • Regelmäßige Treffen der KoordinatorInnen, zur Themenfindung,Ideengenerierung und zum Abgleich der jeweiligen eigenverantwortlichen Arbeit

Dazu ist es notwendig, dass das Team sich regelmäßig trifft und dazwischen ein intensiver Informationsaustausch stattfindet.
Die Arbeit der KoordinatorInnen wird durch Protokolle dokumentiert, in Arbeitskreisen und den Jour-fixe-Treffen vorgestellt, kritisch diskutiert und weitere Maßnahmen beschlossen.
Koordinationsteam PJS:                                                                                
Thomas Schubert (Polizei): Tel. 21121343
Sandra Nausner (Jugendamt) Tel. 23178360
Wolfgang Noller (Schule): Tel. 23114964

 

Kinderschutz

Hilfen zur Umsetzung in der Schule

Bundeskinderschutzgesetz

Information: Kinder sicher im Netz

Verhaltensauffällige Schüler

Leitfaden Verhaltensauffällige Schüler

Schnelle Hilfe in krisenhaften Lebenssituationen

Wichtige Hinweise

Die genannten Einrichtungen bieten während der jeweiligen Erreichbarkeitszeiten den direkten Zugang für Hilfesuchende. In der Regel gibt es kaum Wartezeiten jedoch ist ein Telefonische Kontaktaufnahme hilfreich.
Gesprächstermine außerhalb der angegebenen Zeiten sind nach Vereinbarung nahezu bei allen Einrichtungen möglich.
Alle Beratungseinrichtungen stehen bei den angegebenen Problemlagen / Zielgruppen auch für Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld beratend und unterstützend zur Verfügung.
Einzelne Beratungsdienste / Dienststellen sind mehrfach genannt, da Hilfestellungen für unterschiedliche Personen- / Zielgruppen bzw. Problemlagen angeboten werden.
Neben dem Stichwortverzeichnis, welches nach Zielgruppen / Problemlagen die Suche ermöglicht, steht auch ein alphabetisches Verzeichnis der Einrichtungen zur Verfügung.
Das Verzeichnis der psychosozialen Krisenversorgungseinrichtungen in Nürnberg erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Krisenversorgungseinrichtungen

Verzeichnis der psychosozialen Krisenversorgungseinrichtungen in Nürnberg

Zuständigkeit im Staatlichen Schulamt