Herausforderndes

Schülerverhalten​

Schwieriges und auffälliges Verhalten von Schülerinnen und Schülern stellt für pädagogisches Fachpersonal und deren Eltern eine große Herausforderung dar. Oft liegen dem Verhalten unterschiedlichste Ursachen zu Grunde. Eine eindeutige Kausalzuschreibung ist in der Regel nicht möglich. Psychischen Störungen, Beziehungs- und Bindungsstörungen, aber auch belastende Familiensituationen können im Zusammenhang mit herausforderndem Verhalten stehen. Ebenso können Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme, Leistungsschwierigkeiten oder Auswirkungen von Traumatisierungen und Konflikte im schulischen und privaten Umfeld ursächlich sein. Somit gibt es oft auch keine einfachen „Rezepte“ im Umgang mit dem gezeigten Verhalten und ein systemischer Blick ist notwendig. Grundlegend ist jedoch immer eine Beziehung zum Kind aufzubauen, positiv zu gestalten und auch in schwierigen Situationen zu halten. In der schulpsychologischen Beratung erweist sich ein wertschätzendes, lösungs- und ressourcenorientiertes Vorgehen in der Beratung aller Beteiligten als sinnvoll.

Die staatliche Schulberatung kann hier Beiträge zur Beratung und Begleitung leisten.

Beratung beinhaltet hier meist u.a.:

  • Psychoedukation über Verhaltensproblematiken
  • Mögliche (auch präventive) pädagogische Maßnahmen im Unterricht
  • Gesprächsbegleitung und Konfliktmoderation (z.B. zwischen Lehrkraft und Kind)
  • Häusliche Fördermaßnahmen
  • lterntrainings
  • Kontaktanbahnung zu inner- und außerschulischen Kooperations- und Unterstützungspartnern (z.B. Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Allgemeiner Sozialdienst etc.)
  • Mögliche Diagnostik (je nach Notwendigkeit: Intelligenzdiagnostik, Verhaltensdiagnostik, Lernstandsdiagnostik, Konzentrationsdiagnostik, Diagnostik des Lern- und Arbeitsverhaltens, Motivationsdiagnostik etc.)
  • Suche nach therapeutischen Möglichkeiten (z.B. Psychotherapie, Soziale Gruppenarbeiten, Anti-Aggressions-Trainings etc.)
  • Kooperation mit Ärzten und Therapeuten

Wichtig für Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten sind verschiedene Beratungsfelder:

  • Vorhandene Kompetenzen erkennen und fördern (wo und wie kann jetzt schon positives Verhalten gezeigt und hergestellt werden)
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Verhaltensverträge und Verstärkersysteme
  • Unterstützung im sozialen Miteinander (in Familie, Schule und Peer-Group)

Wenden Sie sich bei Beratungsanfragen gerne an Ihre zuständige Beratungslehrkraft und die zuständige Schulpsychologin/ den zuständigen Schulpsychologen.

Um einen, damit verbundenen systemischen Blick auf die Schülerinnen und Schüler zu richten, bietet z.B. das Geheft „Herausforderndes Schülerverhalten“ (siehe Downloadbereich) anhand von „Checklisten“ Handlungsideen für Schulleitungen und Lehrkräfte aus ihrer jeweiligen Perspektive heraus.

Weiterführende Informationen

Leitfaden: Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern

Herausforderndes Schülerverhalten – Checkliste

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